Freitag, 11. Januar 2013

Die Kunst des (Hobby-) Nähens - 1. Teil: Kopfkino

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich letzte Woche vergeblich und lange nach Stoffen für ein bestimmtes Schnittmuster gesucht habe, ist mir so einiges durch den Kopf gegangen. Dies möchte ich Euch nicht vorenthalten, vielleicht haben die Näh-/Künstlerinnen unter Euch ja ähnlich Gedanken oder gar Tipps.

Die Kunst des Hobby-Nähens... (Achtung langer Post!)

meiner Meinung nach ist ein Kleidungsstück oder ein Dekoteilchen oder was auch immer nicht so einfach zu erstellen. Es gehört mehr dazu als das reine Handwerkt des Zusammennähens.

Zuerst muß man mal das Design festlegen, Kopfkino eben. Dem widme ich meinen Post heute. Ich beziehe das zuerst einmal nur auf Kleidung (egal für Kinder oder für Große). Denke für Deko verhält sich das analog!!

Was heißt Kopfkino?  Also....

Was möchte man machen...Wofür braucht man was, was steht einem oder dem Benähten? Paßt der Schnitt zum persönlichen Stil, zur persönlichen Figur. Hat man passende Kombiteile oder muß man die auch gleich noch mitschneidern? Den Schrankleichen möchte man ja zumindestens nicht planen, oder? Oder hab ich was bei anderen Blogs gesehen, was mir gefällt? Hab ich was in einer Zeitschrift entdeckt, was ich auch machen möchte? Gut dann haben andere schön etwas vordesignt für mich - aucht gut!

Die Auswahl ist groß: ob klassisch über Burda oder anderen Schnittmusterheften, ob aus dem eigenen Fundus oder aus den Weiten des Netztes. Suchet und Ihr werdet finden .... aber das dauert und kostet auch immer viel Zeit. Und... dann man muß man sich irgendwann entscheiden! Den wenn zugeschnitten, dann ist es vorbei, oder zumindestens fast, gell?
Im Idealfall hat man einen Schnittvorrat und weiß was einem steht, kennt den Schnitt mit seinen Eigenheiten.

Dann geht es weiter mit dem Kopfkino: Hab ich ne Schnittidee muß ich mir überlegen, was und wie ich das umsetzte, soll heißen, welchen Stoffart, welches Design, welche Kombimöglichkeiten (Besatze, Stickis, Bändern, Knöpfe...) überhaupt, welche Details soll mein Teilchen haben. Wie stell ich  mir das am Ende vor?
Was paßt zu mir?
Nie außer acht lassen sollte man meiner Meinung nach, was einem steht oder welchen Stil man hat.

Am Ende des Kopfkinos hat man also eine Vorstellung was raus kommen soll. Zumindestens in etwa, denn man sollte immer so offen bleiben, auch das Bild über Board zu schmeißen, denn sonst sucht man sich dämlich..... dazu aber in dem 2. Teil der Gedanken mehr.


Nun sind mitunter schon mehrere Stunden oder gar Tage vergangen. Ich persönlich designe oft beim Einschlafen... überlege mir, was könnte ich brauchen, was könnte ich machen, was gefällt mir, was wäre neu und innovativ oder modisch, ändere gesehenes im Kopf ab, mixe zusammen, versuche mir ein Bild meiner Idee zu machen.Vielleicht kann ich es sogar aufmalen?

Und so entsteht von einer Idee eine immer konkretere Vorstellung über das Endergebnis.
Wobei ich mich oft frage: was ist zuerst, der Stoff oder das Schnittmuster? Denn eines geht nicht ohne das andere!
Aber dazu im Zweiten teil mehr....

Kreative Grüße
miniheju

Kommentare:

Luusmeitlifashion* hat gesagt…

Dieses Einschlafkopfkino kenne ich;0)
Das geht oft lange ( weil ich oft auch nicht zum nähen komme) und oft kommt dann eine weitere Idee dazu die ja noch toller wäre für ein ganz anderes Projekt... Und oft komme ich dann vor lauter Ideen nicht zum nähen weil ich nicht weiß wo anfangen!
Und wenn ich dann drüber bin geht das entscheiden ja weiter denn manchmal passt dann nicht alles so zusammen wie gedacht oder unter dem nähen oder sticken kommt ne neue Idee dazu.
Lg Martina

kreativkäfer hat gesagt…

stimmt, ich überlege auch oft abends vor dem einschlafen. ich hab meistens eine idee im kopf, die während des nähens aber auch in eine ganz andere richtung gehen kann, weil mir dann noch das und das einfallt.. malen/zeichnen kann ich leider überhaupt nicht.
ob SM oder stoff zuerst, ist von fall zu fall anders *gg*
glg andrea

scharly Anders ist anders hat gesagt…

Das kenne ich auch nur zu gut, deswegen habe ich neben meinem Bett einen Block und Stift ;o)))
Auch führe ich ein Ideenbuch, worin ich Ideen skizziere und reinschreibe... meine Familie meint zwar ich bin ein bissle anders, doch damit haben sie ja auch recht > ich bin gerne anders und wenn alles so klappt wie ich mir das vorstelle...
Wünsch Dir einen super schönes WE
❥knutscha

scharly

SchwedenRot hat gesagt…

so ähnlich verhält sich das bei mir auch.
Ich habe schon überlegt einen Sessel direkt vor mein Stoffregal zu stellen, denn mein Kopfkino findet auch mal gerne in Mitten meiner Stoffe statt.
Deshalb muss ich auch immer ein gut gefülltes Lager haben.
Da mein Wohnort nicht gerade in direkter Nachbarschaft eines guten (meinem Geschmack entsprechenden) SToffladen liegt, kann ich mir meist nicht einfach einen Schnitt raussuchen und dann Stoff kaufen gehen. Bei mir muss erst der Stoff (Bänder, Sticki usw) da sein, dann kommt die Idee.
Aber beim Einschlafen entstehen dann die unterschiedlichsten Versionen. (Leider werden die Originale nicht immer so wie im Kopf)
Interessantes Thema!

Viele liebe Grüße
Alexandra