Freitag, 8. Dezember 2017

Schnittmodifikation - make your own style

Kennt ihr den Hashtag #makemyownclothes auf Instagram?
Ich setzte heute noch einen drauf und mache daraus mal einen #makeyourownstyle.
Warum und Wie das schreibe ich nun...

Für Teenies nähen ist ja nicht mehr so einfach. Dazu habe ich schon öfters geschrieben, und wer größere Kinder hat, der kennt das Thema sicher auch.
Da muss es dann auch mal ein Hoodie einer bekannten Sportmarke sein oder es muss gerade der angesagte Pulli der Schule sein, den es beim Kleidungsschweden zu kaufen gibt. Auch okay...
Aber dennoch schätze ich es und glücklicherweise auch meine Kids, wenn es noch selbstgemachte Kleidung ala Mama gibt.
Warum? Weil der Aufdruck auf den Kaufshirts blöde ist, weil die Farbe nicht die Lieblingsfarbe ist, weil die Größe nicht passt und weil einfach auch Mamas Sachen schön sind ,-)

Für kleine Kids zu nähen ist es noch recht einfach und mit schönen Stickies und tollen Stoffen kann man ganz schnell ein super individuelle Einzelstück daraus machen.
Aber werden die Kids größer wird es schwieriger: Stickmotive für Große? Finden Teenies oft nicht cool. Patches, gehen gerade noch so, aber auch nicht immer.

Ich versuche Inspirationen für die Modelle dann mit den Kids gemeinsam zu sammeln und sie sagen mir auch ganz gezielt, was ihnen gerade so gefällt: Stilrichtungen, Farben, Schnitte oder ähnliches.

Das sammle ich dann und mache mir in meinem kleinen Nähreich, dann auch kleine Moodboards an der Wand.

Nun war mal wieder der Sohnemann dran mit Wünschen und als Prym dann zum Contest bzgl. Prymamassador aufgerufen hat, dachte ich mir: Da mache ich mit, ich hab so eine Idee.
Eben #makeyourownstyle

Was habe ich mir überlegt? Einen Hoodie für den Teenie-Sohn und zwar als Schnitt-Modifikation eines Lieblingsschnittes von mir und ihm: Louis, DER Hoodie von Kibadoo!

Erschreckend musste ich aber erst mal feststellen, dass ich von Kids 164 direkt auf Männer M schwenken musste. Okay, dann erst mal abpausen.

Aber der Schnitt sollte nicht im Original bleiben: ich habe mir gedacht, da geht noch was!
Ziel war nicht ein einfarbiges oder gemustertes Teil, sondern gemixt aus schönen Farben, etwas geometrisch gestyles. Cool, modern, teenietauglich!


Also habe ich erst mal Stoffe verschiedener Wunschfarben besorgt. Es sollte ein Sweat sein und da ist dann schon darauf zu achten, das die verschiedenen Stoffe die gleiche Qualität haben: den gleichen Elasthan-Anteil, die gleiche Stoff-Dichte/Schwere und auch der gleiche Griff. Sonst lässt sich ein mixen nicht gut realisieren: dann dehnen sich die Stoffe vielleicht zu stark oder auch zu schwach und dann können sich die Nähte wellen. Also darauf müsst ihr unbedingt achten.



Habt ihr alle Material und den Schnitt zusammen, dann müsst ihr Euch überlegen, wie ihr das Design gestalten möchtet: eine diagonale Naht über das Vorderteil? die Ärmel vielleicht gemixt?
Ich habe mich dazu entschieden, dass ich über alle Stoffteile ein Dreieck laufen lassen möchte. Das habe ich mir erst mal in einer Schnittkonstruktion aufgezeichnet. Da ist ganz gut, dass es oft auch technische Zeichnungen gibt, da kann man dann schön die Proportionen einzeichnen, welche man dann am Ende auch auf die Schnittteile übertragen kann.

Steht das Design kann man es dann mit Hilfe eines Lineals und Stiftes auf die Schnittteile übertragen. Dann könnt ihr da abpausen oder auch ausschneiden. Ich schneide hier gerne und klebe es dann mit Masking Tape wieder zusammen.

Tatsächlich habe ich mehrere Versuche gebraucht, bis die Schnitteinteilung so passend war. bei der roten Linie war mir am Halsausschnitt dann zu wenig des einen Stoffes, so dass ich mich dann für die Kugelschreiberlinie entschieden habe.
Danach habe ich den Papierschnitt auseinandergeschnitten und auf die Stoffteile übertragen. Bitte immer dran denken, dass alle Teile mit Nahtzugabe zugeschnitten werden müssen!!! Sonst passt es am Ende nicht mehr zusammen.

Danach geht es ans nähen: natürlich ist es super wichtig, wenn es solch eine Dreieckspitze gibt, dass die auch ordentlich genäht wird, denn das ist schließlich mitten auf der Brust und für alle gut ersichtlich. Und nichts schlimmeres als wenn man merkt, dass der Hoodie selbstgemacht ist!
Auch wenn es total blöd ist, ist das beste Kompliment für einen Hobbyschneider wie ich es bin, doch immer noch: das sieht aber aus wie gekauft!

Also, gebt Euch Mühe! Daher zeige ich nun, wie ich das Dreieck bzw. die Einsätze genäht habe.
Ich habe mir ganz genau die Nahtlinie eingezeichnet, denn das ist bei der Spitze doch schon recht wichtig, dass hier akkurat gearbeitet wird:

1. Als erstes müsst ihr die Spitze beider Teile genau aufeinander stecken. Dann zuerst die eine Seite ganz genau und akkurat bis zum Ende zusammennähen.

2. dann schneidet ihr an der Spitze nur den unteren Stoff ein. Nur an der Nahtzugabe, aber wirklich bis fast zur genähten Naht. Der untere Stoff wird dann gedreht und wiederum genau auf der gezeichnet Naht weiter angenäht. Danach sieht das dann ganz ordentlich aus und es entsteht keine Falte und sieht akkurat aus

Ach so, obwohl ich Sweat immer mit der Overlock nähe, sind das die Nähte die ich mit der normalen Nähmaschine vornähe. Dh. im großen Gradstich wird alles zusammengesteppt und erst am Ende mit der Overlock zusammengenäht und dann auch gleich versäubert. Aber mit der normalen Maschine könnt ihr immer nochmals einfach auftrennen, wenn die Spitze nicht schön geworden sein sollte.
Kontrolliert vor dem Ovi-Nähen unbedingt, ob die Spitzen genau übereinander liegen!


Passt alles, könnt ihr das ganz gut mit der Ovi nähen. Fangt am besten an der Dreiecksspitze an und näht davon immer nach außen. Also Mitte nach links und ein zweites Mal dann Mitte nach Rechts. Die Oviraupe könnt ihr dann einfach in die Naht einziehen.
Nun könnt ihr die Ecken absteppen oder auch ihr lasst es offen und bügelt es nur gut aus.

So verfahrt ihr mit allen Teilen und dann sind auch die Stoffteile wieder so wie im Urspungsschnittmuster vorgesehen und ihr könnt danach der normalen Anleitung folgen.

Beim Schnittmuster könnt ihr eine Kapuze wählen oder einen Kragen. Da mein Sohnemann gerne Kragen trägt, haben wir uns dafür entschieden und mit schönen Ösen und einem selbestgemachten Band auch den Hoodie gleich noch aufgewertet.

Et voila! Auch für Teenies kann man cool nähen! Und sieht gar nicht selbstgemacht aus, oder?







Hoffe ich konnte Euch etwas inspirieren und ihr habt Lust auch solche eine Schnittmodifikation zu machen!
Geht wirklich nicht so schwer und mir schwebe noch ein paar Hoddies mit Diagonaler Stoffteilung vor. Mal sehen, ob das zeitlich diesen Winter noch hinbekomme.
Und weil mir das ganz so viel Spaß gemacht hat, möchte ich gerne diesen Beitrag beim prymambassador Contest einreichen. Drückt mir die Daumen, vielleicht habe ich ja Erfolg damit.


 Schnittmuster: PaLouis von Kibadoo mit dem Free-Add on bzgl. Kragen

Mittwoch, 22. November 2017

Lady - like Sweatshirt


Hey, das bin ich... lachend, gut gelaunt und inzwischen fast immer mit was selbstgenähtem gekleidet.
Hier zeige ich Euch eines meiner Bürooutfits mit dem Sweatshirt01 von Dana aka DieKomplizin.
Der Schnitt ist ein Basis-Schnitt, welcher durch eine Teilung am Ärmel raffiniert gestaltet werden kann. Muss er aber nicht.

Er kann auch wie hier, komplett ohne Unterleitung genäht werden. Gut, dieses Design ist jetzt weniger für das Office geeignet, den die bunten kakadus von Alles-fuer-Selbermacher wären mir da doch etwas zu gewagt.

Der Schnitt ist super zu nähen und hat eine schöne Damenhafte Passform: soll heißen nicht zu weit, aber auch nicht zu eng, somit perfekt auch mal das Bäuchlein zu verstecken.


Der Stoff ist ein Basic-Uni-Wintersweat und mit der im Schnittmuster standardhaften Teilung am Ärmel genäht. Hierzu auch wie im Schnittmuster den Einsatz der Fransen gemacht.
Um das uni etwas zu brechen, habe ich eine Rosenstickerei aufgenäht. Diese sieht man ja auch ständig gerade und in allerlei Shops zu kaufen, meine ist von amazonas.


Abweichend zum Schnittmuster habe ich eine schöne Bündchenlösung gemacht, etwas Vokuhila-mäßig. Wie das geht, erklärt Dana inzwischen auch in einem youtube Video hier.
Wie das Sweatshirt grundsätzlich zu nähen ist, wird auch schon als Video gezeigt: hier. Aber ich bin sicher, das bekommen die meisten auch einfach so gut hin. 


Woher ich den blauen Stoff habe, weiß ich nicht mehr - ich glaube der war von mira

Der Kakadu-Stoff ist von Alles-fuer-Selbermacher

Gibt es noch etwas was ich Euch erzählen kann?

kreative Grüße
verlinkt bei afterworksewing und memademittwoch

Mittwoch, 15. November 2017

Plottern ohne Plotter

sicherlich hat sich der eine oder ander schon mal geärgert, keine Plotter zu haben. Ich gebe zu ich habe einen und nutze ihn gerne. Wenn auch nicht wirklich oft.

Aktuell müsste ich das Teil nämlich immer aufbauen und ich gebe zu, daran scheitert es oft. Denn aufgrund meines voll gepackten Alltages muss es oft schnell gehen. Ich habe Ideen im Kopf und die wollen neben dem reallife auch umgesetzt sein. Sonst werde ich hibbelig, wenn ich nix fertig bekomme.

Man braucht aber nicht immer eine  Plotter um auch toll individuelle Aufdrucke auf ein Shirt oder Pulli zu machen.
Klar, als erstes kann man sich überlegen Plottmotive zu kaufen! Der einfachste Weg! Aber hier ist der Markt auch sehr Kids-Lastig und wenn ich was cooles für einen Erwachsenen will, dann muß man schon mal etwas länger auf die Suche gehen. Obwohl es genügend Statement-Sprüche zu kaufen gibt.

Auf dem Stoffmarkt Holland werden ebenfalls Plottermotive verkauft und ebenso bei dawanda wird man schnell fündig.

Wenn ihr jedoch einfache Motive verarbeiten wollt, dann reicht auch oft eine Schere oder eventuell ein Stanzer aus um schon gute Ergebnisse zu erzielen.
Nehmt noch eine Kopierpapier und eine Vorlage hinzu, dann könnt ihr, wenn ihr geschickt an der Schee seit auch schnell selber von Hand was erstellen.

Aber zu erst einmal braucht ihr Plotterfolie:
die gibt es schon fast überall zu kaufen: natürlich bei dawanda bei diversen Anbieter, als auch bei amazon oder bei Euren Stoffhändler, oder bei Fachhändlern wie www.Plottermarie.de oder www.happyfabric.de. Sogar Stoff und Stil oder Snaply haben Folien im Angebot.
Das sind jetzt meine Bezugsquellen (leider alle ungesponsert, sondern nur auf meine Erfahrung benannt), da gibt es sicherlich noch viele gute mehr.
Aber wenn man nur eine oder zwei Folien kaufen will, dann mag eine aufwändige Recherche viel zu viel Zeit kosten.

Was braucht ihr für Shirts? Am einfachsten startet man mit Flock-Folie, weil die etwas stabiler und dicker ist. Hat so eine samtige Oberfläche. Flexfolie ist dünner, empfindlicher, schmiegt sich aber dadurch auch besser an die Stoffe an.

Basis-Formen lassen sich gut mit Lineal oder Hilfsmittel aufzeichnen. Ich habe ja diverse Dosendeckel oder Untertelle für Kreisformen in der Schublade.
Aber auch Kinderschablonen zum zeichnen lassen sich gut verwenden.
Auch Ausmalbilder lassen sicher sehr gut mit Kopierfolie auf die Plotterfolien-Rückseite übertragen.

Immer unbedingt daran denken, dass ihr spiegelverkehrt arbeiten müsst. Sonst mal ihr was oder schreibt was und am Ende sieht es falsch aus. Und was einmal aufgebügelt wurde, geht sicherlich nicht wieder ab.


Auch eine einfache Variante sind Papierstanzer. Kleine Schmetterlinge oder Pilze oder Kleeblätter sind hier auch ganz schnell gemacht und können Shirts sehr schön schmücken.

Übrigens ein super Kinder-Geburtstagstipp: Plotterfolien zum ausstanzen, ausschneiden, noch etwas Stoffmalfarben zum spritzen, günstige Shirts vom Discounter und fertig sind Bastelshirts für die kleinen Ladies oder Buben. 

Für mein heutiges Shirt, besser für meinen Pulli, habe ich aber auf einen Dosendecken zurückgegriffen und aus einer Metallic-Flex-Folie ganz viele Kreise ausgeschnitte. Bewußt unperfekt, denn das sah für mich am schönsten aus.



Der Schnitt des Shirtes ist FrauNora von Hedinaeht.
Viel gelobt und genäht im Netz, da konnte ich bei einer der viele Makterist-Schnitt-Rabatt-Aktionen nicht dran vorbei und musste mir das auch mal kaufen.

Schnell und einfach genäht und sieht cool aus. So ein richtig schöner moderner Basis-Schnitt, bei dem eben solch Spielereien ganz gut wirken können.

Wenn ihr die Motive ausgeschnitten habt, dann müsst ihr das noch aufbügeln. Hierzu findet sich immer beim Händler oder bei der Folie eine Anleitung bei. Zwei Basic-Sachen müsst ihr jedoch immer berücksichtigen: Hitze ohne Dampf und viel Druck.
Lieber jedoch nicht zu heiß (2 Bügelpunkte reichen völlig aus) und soviel Druck wie möglich. Dass je Motiv mind. 20 sekunden lang und dann abkühlen lassen.  Läßt sich die Folie schon einfach lösen, super, ansonsten noch mal von vorne.
Wenn ich die Trägerfolie entfernt hab, bügle ich nochmals mit Hilfe eines Backpapieres alles nach.
Und bisher habe ich damit nur gute Erfahrungen gemacht.



Ja, habt ihr noch Fragen?
Ich weiß leider nicht mehr, wo ich den Stoff her habe. Ein Basisstoff French Terry beige meliert, aber woher? Sorry... plannlos....

Kreative Grüße
verlinkt bei Afterworksewing und memademittwoch
Schnitt: FrauNora von HediNaeht

Mittwoch, 8. November 2017

Neue Pullis am Start

Ja,

das geht immer.... Pullis und Shirt!
Sobald man als Näher mit einer Overlock ausgestattet ist, ist es doch recht einfach Oberteile aus dehnbarem bzw. elastischem Material zu machen.
Und da kommen dann neue Schnittdesigns meiner lieben Schnittmusterdesigner ganz recht.
(enthält Werbung - weil die Schnitte mir kostenlos zur Verfügung gestellt wurden )
 
Dieses Mal hat Julia von Lillesol & Pelle ein neues Hoodieschnittmuster entworfen. Und zwar eine Pulli mit Kuschelkragen in Anlehnung an ihr Basic Rollkragen-Kleid No. 39.


Und natürlich wie so oft bei Ihr in der Version für Kinder UND Damen.

Es war auch wie immer geplant einen Hoodie für mich und einen für das Tochterkind zu erstellen.
Stoffe geshoppt und ein mich ein bischen durch aktuelle Zeitschriften und Modetrends im Netz inspirieren lassen.
Denn das tue ich inzwischen immer: ich setzte mich hin und designe die Modell ganz bewußt und überlege, was denn trendy und modern aussehen kann.
Gerade für unser Teenie-Model will das gut überlegt sein, denn dies entscheidet, ob es am Ende vom Pubertier getragen wird oder nicht.

Für mein Modell habe ich mir was ganz besonderes ausgedacht: da das Schnittmuster mit verschiedenen Kragenvarianten daherkommt, wollte ich mal wieder eine Doppelkragenversion nähen.
Das hatte ich bei einem Pulli schon mal gemacht und wir haben es geliebt. schaut mal hier im Blog.

Da ich einen tollen Strickstoff gefunden habe, wollte ich den für mich mit einem einfachen Jerseystoff kombinieren und etwas mit Snappap und dicken fetten Hoodiekordeln ergänzen.

Auf einem Nähtreffen hab ich das ganze dann zugeschnitten und schon dort mächtig geflucht. Strickstoffe oder auch Fellstoffe sind ja so eine Sache beim zuschneiden. Fusselalarm garantiert.
Da kann ich allen Hobbynäherinnen nur eine Hand-Akkusauger ans Herzen legen. Seit ich den habe, bin ich der Flusen etwas Herr geworden und möchte das technische Teil nicht mehr hergeben.
Überhaupt hat sich der günstige Sauger echt in mein Herz gesaugt -unendlich praktisch auch für meine glutenfreie ERnährung, denn die bösen glutenhaltigen Bröseln sind mal eben schnell weggesaugt. Aber nun schweife ich doch etwas ab.

Also Zuschnitt erledigt und dank Overlock auch schnell genäht. Aber schon beim nähen habe ich gemerkt, dass der Stoff alles andere als leicht zu verarbeiten ist. Denn durch das Rippen und Zopfmuster wellte sich der Stoff enorm beim nähen.
Wie habe ich mir da geholfen? Gerade an den Schultern, die ja in Form bleiben müssen, habe ich dann Vlieseline aufgebügelt, quasi als kleines Nahtband und erst danach zusammengenäht.
An den anderen Nähten ganz möchte den Differenzial hochgedreht, dass dem Dehnen des Stoffes das Zusammenziehen der Naht entgegenwirkt.
Trotz aller Versuche, sah der Pulli an mir total unförmig aus. Denn was sich beim Nähen gezeigt hat, dass der SToff so auseinander läuft, habe ich beim Zuschnitt nicht berücksichtigt. Die Dehnung!
Somit war der Pulli viel zu groß und total Sackartig.

Um zu retten was ich noch retten konnte, habe ich alles nochmals auseinander geschnitte und die allerkleinste Größe draufgelegt. Der Pulli paßt mir nun, aber leider waren die Ärmel so zu kurz. Also konnte ich das Modell für mich nicht mehr retten, aber der Tochter steht er doch ausgezeichnet.
Auch der äußere Kragen ist viel zu wellig geworden. Hier konnte ich jedoch mit Handstichen auch noch einges retten.



Der Kuschelkragen ist zum Glück dennoch genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe und nun muss ich mir halt noch ein Modell nähen.
Schöne Snappap-Label und die tollen Ösen, kombinert mit schöner Kordel (hier von Unionknopf)
Bei diesem Strickstoff habe ich kapituliert, aber ich habe hier noch die Strick-Stoffe von Swafing liegen und will mal sehen, ob die sich besser verarbeiten lassen.
Toll sieht der blaue Stoff schon aus, aber schwierig zu handhaben war er - alter Schwede!



Unser zweites Modell war vom Design her ein Wusnchmodell meiner Tochter: als Teenie werden aktuell nur sehr wenige Farben toleriert: grau, schwarz, dunkelblau und auch weinrot!



Hier habe ich die mittlere Kragenvariante genäht und die Ärmelbündchen etwas länger gemacht, als im Schnitt vorgesehen. Das Bündchenmaterial war nicht so gut gewählt, es ist ein Sweat von milliblue und leider recht wenig dehnbar. Aber es geht gerade noch so.




Ja, das wären dann die beiden Pullis von lillesol und pelle: Pulli mit Kuschelkragen.
Das Modell für die Damen hat die Nummer 32, für die Kids die No. 58

Kreative Grüße




Stoffe selber gekauft bei decoline Kollnau
Schnitte von Lillesol & Pelle im Rahmen des Probenähens kostenlos zur Verfügung gestellt
Snappap und Ösen selber gekauft bei Snaply

verlinkt bei Afterworksewing von der lieben Jana

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Update Ki-ba-doo Garderobe

ja, wie was wo... muss ich doch glatt mal hier wieder was über unsere Hand-Made-Fashion posten, oder?
Denn genau das ist es ja: selbstgemachte Mode für mich und meine Lieben.
Fernab der Stange oder des Kataloges oder der großen Mode-Riesen, werden bei uns die Kleidungsstücke zum Großteil von Hand erstellt. Gemeinsam ausgesucht, Designt und danach auch mit Liebe getragen.
Auch meine Teenies kann ich in großen Teilen von dem Selbstgenähtem überzeugen. Die eine mag keinen Knöpfe und kein Metall an ihrer Kleidung, der andere möchte in jedem Pulli eine riesen Tasche haben und große Krägen und überhaupt ist shoppen viel zu anstrengend für ein Pubertier männlicher Gattung.
Auch meine Kleidung schätze ich, denn ich liebe klassichen geradliniegen Style mit gewissen Etwas.

Heute an dieser Stelle daher mal ein Update, der in den letzten Monaten genähten Ki-Ba-Doo Kleidungsstücken.(Werbung für ki-ba-doo Schnitte enthalten - Modell im Rahmen des Probenähens entstanden)
Allerdings werde ich mich auf die Modelle beschränken, die nun auch für Herbst/Winter gut geeignet sind.

Anfangen tut ein recht neuer Schnitt von Ki-Ba-Doo mit dem Namen Vinny oder MaVinny.
Es gibt ja die Schnitte von ki-ba-doo oft in der Damenversion (Ma....) und in der Kinderversion.
MaVinny/Vinny ist ein Sweat-Mantel, der sportlich genäht werden kann oder aber auch in einer edleren und einfacher zu nähenden Lang-Jacken Version.
Sportlich soll heißen mit Kragen oder auch mit den kostenlosen Add-Ons für eine Kapuze.
Zu schließen mit Reissverschluß.
Oder dann in edler als Lang-Jacke ohne Kapuze/Kragen und Reißverschluß.

Ich habe mich für die Standardversion entschieden, nämlich die sportliche Variante mit Kuschelkragen und Reißverschluß.






Bevor ich mit solch einem Modell los lege, mache ich mir Gedanken, wie es aussehen soll.

Was mag ich? Was brauche ich? Inspiration hole ich mir dann aus dem Internet oder aus Zeitschriften: welche Farben sind gerade angesagt, welche Stoffkombinationen gefallen mir... und in solch eine Planung stecke ich schon richtig Zeit rein und Instagram oder Pinterest oder aber auch die online-Modehäuser helfen mir da, ein inneres Bild meiner zukünftigen Jacke zu gestalten.

Stehen da ein paar Varianten, geht es an die Materialsuche: nicht jeder Stoff eignet sich und zum Stoff, will auch passendes Zubehör gefunden werden. Was nützt mir der tollste Farbton, aber der Reißverschluß in passender Länge und Farbe ist nirgendwo zu finden?
Und kommt dann der Stoff zuhause an, kann es sein, dass nochmals alles über den Haufen geschmissen wird.
Eigentlich wollte ich eine Kombi aus blau und den neuen grauen Musterstoffen Ben von Swafing machen. Aber als denn meine Kombi da war, habe ich gemerkt, dass die Stoffe sich unterschiedlich anfassen und zusammen nicht gut passen. Einer war schwerer und stabiler wie der andere.

Achtet man da nicht drauf, dann hat man schon mal unschöne Beulen im Endergebnis oder man sieht jedes Speckröllchen, wenn am Ende zu dünner Sweat gewählt wird.

Also hab ich dann mit der grau und braunen Kombi ein passendes Material für meinen Mantel gehabt. Auch ein grauer Reißverschluß in der passenden Länge war gefunden. Das ist bei der benötigten Länge gar nicht so einfach. Fündig geworden bin ich unter anderem mit langen Reißverschlüssen beim Shop jajasio, welcher auch über amazon verkauft. Aber auch alles-für-Selbermacher hat ein tolles Angebot an langen Reißverschlüssen gehabt.

Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich für die Jacke sicherlich 5 Reißverschlüsse geordert, bis der passende dabei war. Da lob ich mir doch den Einzelhandel, der mit passender Farbkarte und allen Längen genau das bestellen kann, was man braucht. Das kostet dann zwar mehr, aber rechnet man es mit den 4 unnötigen Reißverschlüssen gegen, dann hält sich das die Waage.

Der Schnitt hat sicherlich einige Schnittteile, aber wenn man das mit den Knipsen und Markierungen gut beachten, dann puzzelt man sich seinen Mantel nach und nach zusammen. Das geht eigentlich einfach. Ich habe mir zudem die Mühe gemacht, alle Nähte noch schon zu covern. Das kann man machen, aber auch ein schöner Geradstich sieht hier gut aus.

Unbedingt empfehlen möchte ich Euch jedoch beim Einnähen des Reißverschlusses sauber zu arbeiten. Macht ihr das nicht gut, dann wellt sich das unschön.

Wie also vorgehen?
Startet mit einer Stabilsierungsnaht an den Vorderteilen oder bügelt ein Nahtband (z.Bsp. von Vlieseline) auf. Somit ist der Stoff vorab schon gegen verziehen geschützt.
Macht Euch auch ausreichend Markierungen: auf den beiden Teilen des Reißverschlusses, sowie auf den Vorderteilen. Setzt dann ganz genau den RV auf, Markierung für Markierung und näht vorerst mit einem großen Heftstich den RV ein. Dann schließend und prüfen ob alles gut paßt und sich nichts wellt. Falls ja, könnt ihr den Gegenbeleg ansetzen und die Nähte abnähen.Falls nein, ist es auch schnell wieder aufgemacht.
Auch ich muß mitunter so einen RV 2-3 mal nähen, bis ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden bin. Aber über die Jahre hat sich gezeigt, dass es sich hier lohnt sauber und ordentlich zu arbeiten. Am Ende nervt nämlich jede Beule oder Falte.

Meine Jacke habe ich zudem mit selbst kreiirten Labels aus SnapPap verschönert. Das ganz dann sogar von Hand im angesagten Lettering-Stil mit einem Edding bemalt. Hierzu bekommt ihr zu Schriften und Gestaltungsmöglichkeiten aus dem Netz tolle Inspirationen. Und ja, ein Permament-Stift hält auch hier jeder Wäsche stand.

Beim Annähen des Snappap ist es wichtig einen nicht zu kleinen Stich zu wählen... Stichlänge 3 ist bei meiner Brother perfekt. Und schön langsam nähen, denn man verrutscht gerne auf dem SnapPap - und ja, ich nähe so langsam, dass ich da durchaus mal manuell nur am Handrad drehe.
Leider mußte ich mein Label nochmals abmachen, da ich vergessen hatte, das ja auch der Beleg noch festzunähen war. Deshalb sehen die Nähte am Label nicht ganz perfekt aus. 




Das Material dieser MaVinny Version ist komplett bei Alles-für-Selbermacher gekauft worden. sowohl der Sweat in den beiden verschiedenen Farben (achtet auf gleiches Stofgewicht, wenn ihr mixen wollt) und der Reißverschluß.

Als nächstes möchte ich Euch die Oversizebluse MaCaya vorstellen (diese gibt es nur als Damenversion).
Sehr lang, sehr groß, aber wenn ihr die richtige Stoffwahl trefft, dann fällt es super schön und läßt sich cool stylen.
Cool Stylen? ein bischen vorne in die Hose stopfen und schon hat auch solch eine Oversize-Bluse etwas figürliches und trägt nicht zu dolle auf.
Aber ganz ganz wichtig ist die richtige Stoffwahl - feste Popeline oder feste Baumwolle ist hier die falsche Wahl - das trägt zu dolle auf und steht dann doch eher steif ab und man sieht etwas wie eine Tonne aus.
Viskose oder leichtes Blusenmaterial wie Javanaise sind gut geeignet. Ich habe hier Viskose von StoffundStil verwendet. Sowas habe ich hier in der Tat immer im Vorrat, denn das kaufe ich gerne im Sale ein. Dann ist es günstig und man kann auch mal was ausprobieren. Denn nicht jeder Schnitt gefällt im Endergebnis. Aber diese Bluse trage ich echt gerne.





Die Bluse hier ist zwar mit kurzer Hose fotografiert worden, aber wird auch nun im Herbst noch gerne getragen.
Was man leider auf den Bilder nicht so schön erkennen kann, ist der mit Neon-Garn abgesteppte Kragen. Aber das gibt dem dunkleren Stoff noch das gewissen Etwas.


Auch noch herbsttauglich ist die Basic-Bluse von Ki-Ba-Doo, welche es als Twin(e)book gibt, soll heißen der Kinder und Damenschnitt ist in einem ebook vorhanden.
Auch hier würde ich zu leichtem Material raten - Viskose oder Blusenstoffe. Bei mir hier ein Stoff vom Stoffmarkt.



Diese Bluse ist super schnell genäht. Nur zwei große Schnitteile plus Beleg und schon fast fertig.
Achtet hier auf einen sauberen Kantenstepp / Unterstich.. ich weiß gerade nicht genau, wie das heißt. Also nicht von der Vorderseite aus Beleg und Teile zusammen absteppen, sondern nur die Nahtzugabe auf den Belegteilen absteppen. Das sieht dann schön professionell aus und der Oberstoff fällt schön. Zudem lassen sich Falten in den sichtbaren Teilen gut vermeiden. Manchmal zieht sich das ja sonst so unschön.

Es gäbe noch von mehr zu erzählen: den tollen Mix-Und-Match Sommerteilen und einigem mehr.
Aber ich habe glaube ich schon einen kleinen Roman geschrieben und bin gespannt, wer hier bis zum Ende gelesen hat.
Wenn ihr mir einen Kommentar hinterlassen wollt, dann freue ich mich sehr!

Eure







Beitrag verlinkt bei Afterworksewing

Schnitte gibt es hier bei www.ki-ba-doo.eu als Papierschnitte oder eBooks zum Sofortdownload (wurden mir zum testen kostenlos zur Verfügung im Rahmen des Probenähens gestellt - ich nähe aber nur, was mir auch gefällt)
Stoffe von Alles-für-Selbermacher, Stoff und Stil
Reißverschluß von Alles-für-Selbermacher
SnapPap von snaply

Donnerstag, 21. September 2017

Gedanken, viel Text und dennoch hübsche Bilder

 Gibt es hier noch jemanden?

sorry, schon zwei Monate wieder hier seid ich mich auf diesem Kanal gemeldet habe, aber wer mir auf Instagram oder FB folgt, der hat mitbekommen, was so alles passiert ist.

So viel Pech in diesem Sommer! Es fällt mir schwer das alles in Worte zu fassen oder jetzt schon irgendwie einen klaren Weg zu erkennen, wohin mich meine Lebensreise gerade führt. ABER und das ist erstmal wichtig: es geht uns gut und wir sind gesund. Zählt nicht das im Leben? Alles andere wird sich wieder richten, ganz sicher.


Kennt ihr das? Manchmal stellt einem das Leben einen Hindernislauf vor die Füße und man muss sich entscheiden, wie man damit umgeht. Krabbelt man darüber oder entscheidet man sich vielleicht dafür außen herum zu laufen oder dreht man gar einfach um oder verharrt in Starre vor dem Hindernis?
Vor zehn Jahren habe ich angefangen mit Nähen. Wie so viele Frauen hat alles mit meinen Kindern angefangen und ich habe das Wissen herausgekramt, welches mir meine Oma hinterlassen hat. Mit den ersten schönen Teilchen kamen Wünsche von Freunden und dann auch bald Anfragen und ich hatte das Gefühl, etwas gefunden zu haben, was mich erfüllt. Kann man damit vielleicht sogar erfolgreich sein?
Da ich ein Oberkorrekto bin, bin ich auch den ganzen offiziellen Weg gegangen mit Gewerbenmeldung, Behörden, Verbände etc. Viel Aufwand, nicht mit dem Ziel reich zu werden, sondern alles richtig zu machen. Und ja ein Traum war da, vielleicht ein zweites Standbein zu haben und neben den Kindern was sinnvolles von Zuhause aus zu machen. Einen Businessplan und ein konkretes Geschäftsmodell mit einem Alleinstellungsmerkmal hatte ich nicht. Big Business war nicht das Ziel. Ich habe ja einen Job, also einfach mal machen, war die Devise.Wenn erfolgreich, dann werde ich da schon reinwachsen. Letztendlich bin ich BWLler und war mir sicher das zu meistern.
Mein Traum dahinter? Was mit meinem Händen zu gestalten, andere glücklich zu machen und letztendlich  mit meinem Label bekannt zu werden und vielleicht in der Näh-/DIY Szende einen Namen bekommen. Ich träumte von Kooperationen und der Möglichkeit Neues kreativ auszuprobieren können, von Anfragen großer Hersteller im Kreativbereich.

Zehn Jahre später zwingt mich nun "das Leben", das was hier so passiert und eingetreten ist Resümee zu halten und zu überlegen, ob mein Traum von Damals, mein Ziel, meine Pläne tatsächlich noch so aufrecht zu halten sind. Ist das was hier gerade abläuft, das was ich will? Oder muss ich mir nicht eingestehen, dass der Traum geplatz ist? Hab ich mich nicht vielleicht verlaufen auf meinem Lebensweg? Passt die aktuelle Situation noch zu meinem Wünschen?
Wer träumt nicht von der Million im Lotto oder vom erfüllten Leben auf einer einsamen Insel oder gar vom romatischen Landhaus am Bach?
Es läßt sich halt nicht alles realiseren im Leben.
Denn das was ich mir erhofft habe, wo ich für dich viele viele Stunden gearbeitet habe,  hat sich letztendlich nicht eingestellt.
Schlimmer noch, Ärger habe ich bekommen und durch ein blödes Unglück wurde gleichzeitig noch mein Schaffensraum zerstört.
Ist das Schicksal? Ich glaube ja an sowas überhaupt nicht, und trotzdem zwingt es mich gerade nachzudenken.
Online zu sein, bedeutet angreifbar zu sein. Ein Komma an der falschen Stelle, eine blöde Formulierung, die nur Gutes beabsichtigt hat, macht einem angreifbar und schwups-di-wups hat man Ärger. Unsinnig, für mich moralisch bedenklich, aber durchaus alles rechtens.

Dann gleichzeitig noch ein Unglück hier im Kreativbereich - ein Wasserschaden hat alles unter Wasser gesetzt. Material hinüber, Möbel hinüber, Produkte hinüber.
Ja, muss denn alles gleichzeitig passieren?
On Top und vor lauter Stress nicht aufgepasst habe ich mir dann auch noch den Zeh gebrochen.

Also liebes Schicksal, was willst Du mir sagen?
Ist meine Reise noch richtig? Soll ich über die Hindernisse krabbeln? Krönchen richten und weitermachen. Oder doch mal überlegen, wo mein Weg hingeht?
Was sind oder waren denn meine Ziele? Die Zwangspause hier hat mir gutgetan - ich hab innehalten müssen und mich neu sortiert.

Ich nähe gerne, ich bin sehr gerne keativ. Daran hat sich nichts geändert. Glücklich war und bin ich dies mit meinen Probenähaufträgen erreicht zu haben. Auch eine kleine Kooperation habe ich ja erreicht und darüber freue ich mich sehr.

Aber bin ich mit meinem Shop erfolgreich? Nein. Der Aufwand eine Online-Shop zu betreiben, steht für mich nicht im Verhältnis zum Erfolg.  Mich erfüllt es für andere was schönes zu machen, aber davon kann man nicht leben. Und die Kosten die damit verbunden sind, sind enorm.
Letztendlich lohnt sich der Online-Shop nicht - Aufwand und Erfolg stehen in keinem Verhältnis.
Ich möchte wieder  mehr Zeit haben und nicht immer den Druck haben, was liefern müssen, was für den Shop zu nähen oder einen mega Post vorzubereiten.
Ein Trainer im Job 1.0 hat mal gesagt, Entwicklung hat auch was mit Entfaltung zu tun, sich zu ents-wickeln, nach vorne zu blicken.

Also: ich möchte kreativ sein, ich möchte nähen, mich erfüllt das Probenähen und das ausprobieren von neuem Material, neue Ideen umzsetzen. Darauf möchte ich wieder mehr Wert legen. Kreativität leben - denn das macht Spaß!

Aber auch meine Familie erfüllt mich, meine anderen Hobbies, Sport zu machen und ja auch mein Job 1.0 macht mir Spaß. Mein Garten, mein Haus, meine Küche, hier überall bin ich gerne kreativ.

Also nutze ich doch die Unglücke hier und reflektiere mich.
So wird der Weg so langsam klar.... das Kreativreich wird gerade wieder aufgebaut, das darf einfach nicht aus meinem Leben verschwinden und es enstehen hier schon wieder tolle Ideen: Gestaltungsideen für die Räume, Ordnungssystem, Nähideen, Projekte....

Ich möchte weiter ein Teil der Kreativszene und Nähszene sein, auch wenn ich mich vom Wunsch der vielen Follower frei machen möchte. Dafür sind wir einfach zu viele.

Ich möchte weiter meine Rezepte für glutenfreie Sachen entwicklen aber ohne Zwang. Ein Mischblog ein Mischprofil, wie ich gestartet bin als Tagebuch meiner Kreativtät.
Mir macht Instagram, Facebook und Co Spaß, aber es soll kein Zwang sein, kein Druck nach neuen Followern.
Die Kreativität soll mich erreichen, nicht der Zwang mich hindern kreativ zu sein.

Viel Text für meine Verhältnisse, aber das mußte jetzt einfach mal sein. Eine physische echte Baustelle im Kreativreich und auch eine Baustelle in mir drin.

Ich war nicht untätig ohne Kreativzimmer, sondern wie früher am Küchentisch tätig. Mit einfachsten Mitteln. Und auch das hat Spaß gemacht.
Vieles hab ich in den letzten Wochen gemacht, davon auch hier ein kleiner Eindruck eines bunten Allerlei's (Fotos zu den Probenähthemen von DieKomplizin, Ki-Ba-Doo und Lillesol&Pelle folgen die Tage separat):

eine wunderschöne Kombi nach den Schnitten von Hedi näht aus FrauAva und FrauJette:




Ich habe Socken gestrickt - und damit auch gleich bei einem coolen Socken-Knitalong teilgenommen:




Ein UFO aus der Strickkiste ist endlich fertig geworden: das einfachste Dreieckstuch der Welt:
Anleitung gibt es hier 


Eine Strandtasche / Korbtasche habe ich gepimt mit Material von Snaply und Namijda:
(Zum lettering auf Snappap werde ich noch eine separaten Blogpost schreiben)




und vieles glutenfreies gebacken, aber auch dazu an anderer Stelle mal mehr.

Irgendwas worüber ihr gerne mehr wissen wollte? Dann schreibe ich gerne etwas dazu.

Also, auf zu neuen Ufern, es lebe die Kreativität und wieder Spaß haben!
In diesem nachdenklichen, aber inzwischen optimistisch positiven Sinne